Farbkreis
Dreh am Farbkreis, wähle eine Ausgangsfarbe und sieh sechs Harmonieschemata live mitlaufen – komplementär, analog, triadisch, tetradisch, Split-Komplementär und monochrom –, berechnet im wahrnehmungsbasierten OKLCH-Raum, damit jede Partnerfarbe wirklich passt. Kostenlos und 100 % im Browser.
Die Farbe direkt gegenüber im Farbkreis – maximaler Farbtonkontrast.
| Schema | Vorschau |
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Den Farbkreis lesen
Der Farbkreis ist Geometrie für ein einfaches Versprechen: Farbtöne, die in einem festen Winkelabstand zueinander stehen, vertragen sich in der Regel. Gegenüberliegende Töne löschen sich aus und verstärken sich zugleich; Nachbarn verschmelzen; gleichmäßig verteilte Dreiergruppen wirken bewusst gesetzt. Der Farbkreis oben ist voll interaktiv – zieh am Ring, um einen Farbton zu wählen, und lege im Quadrat fest, wie kräftig und wie hell die Ausgangsfarbe ist. Jedes Schema in der Tabelle wird sofort neu berechnet.
Die sechs klassischen Harmonien, ehrlich nach Schwierigkeit sortiert
- Monochrom – ein Farbton über mehrere Helligkeitsstufen. Kann praktisch nicht beißen; das Risiko heißt Langeweile, das Gegenmittel ist starker Helligkeitskontrast.
- Analog – Nachbarn im Abstand von etwa 30°. Der Standard der Natur (Sonnenuntergänge, Laub); braucht eine klare Leitfarbe.
- Komplementär – exakt gegenüberliegend. Maximale Energie; asymmetrisch einsetzen (etwa 80/20), nie halbe-halbe.
- Split-Komplementär – die beiden Farben links und rechts der Gegenfarbe. Die Spannung des Komplementärschemas mit Stützrädern.
- Triadisch – drei Farbtöne im Abstand von 120°. Verspielt und ausgewogen; zwei dämpfen, einen kräftig lassen.
- Tetradisch – zwei Komplementärpaare. Am schwersten zu bändigen; eine Farbe dominieren lassen und den Rest zu Akzenten degradieren.
Warum dieser Farbkreis in OKLCH rechnet
Die meisten Farbkreise im Netz drehen den Farbton in HSL und brechen dabei stillschweigend ihr eigenes Versprechen: Die HSL-Drehung eines angenehmen Blaus kann ein Neon-Gelbgrün liefern, das mit der Ausgangsfarbe nichts gemeinsam hat außer einer Zahl. Der Grund: HSL behandelt alle Farbtöne als gleich hell – das menschliche Auge tut das nicht. Dieser Farbkreis dreht den Farbton in OKLCH, wo Helligkeit und Buntheit wahrnehmungsbezogene Größen sind. Eine sanfte Ausgangsfarbe bekommt damit sanfte Partner, eine knallige bekommt knallige. Verlässt eine gedrehte Farbe den auf Bildschirmen darstellbaren Bereich, wird sie mit dem Algorithmus aus CSS Color 4 in den Farbraum abgebildet, statt zu einer anders aussehenden Farbe abgeschnitten zu werden.
Vom Schema ins Projekt
Jedes Farbfeld kopiert seinen HEX-Wert per Klick, und „Schema speichern“ legt die ganze Harmonie in „Meine Farben“ ab – der Leiste, die dir über die ganze Seite folgt. Ein sinnvoller nächster Schritt: Prüfe deine Kandidaten für Text und Hintergrund im Kontrast-Checker oder gib eine Lieblingsfarbe an den Farbskalen-Generator weiter, der daraus eine vollständige Skala von 50–900 baut. Alles läuft lokal in deinem Browser; nichts von dem, was du wählst, wird irgendwohin hochgeladen.
Drei Praxisregeln, die über jeder Harmonie stehen
- 60-30-10: dominante Farbe auf rund 60 % der Fläche, Sekundärfarbe auf rund 30 %, Akzent auf rund 10 %. Selbst eine perfekte Farbpalette wirkt chaotisch, wenn sie zu gleichen Dritteln eingesetzt wird.
- Kontrast schlägt Farbton: Wenn ein Design in Graustufen schlecht lesbar ist, rettet es keine Harmonieregel – die Helligkeitsstruktur kommt zuerst.
- Farben wiederholen: Eine Farbpalette funktioniert, wenn jede Farbe mehr als einmal auftaucht; einmalig verwendete Farben wirken wie ein Versehen.
Häufige Fragen
Wie kombiniere ich mit einem Farbkreis Farben?
Wähle deine Ausgangsfarbe auf dem Farbkreis und lass dann eine Harmonieregel die Partner bestimmen: die gegenüberliegende Farbe für maximalen Kontrast (komplementär), die Nachbarn für ruhige Schemata (analog) oder gleichmäßig verteilte Farbtöne für ausgewogene Vielfalt (triadisch, tetradisch).
Warum wirken die Harmoniefarben hier ausgewogener als auf anderen Farbkreisen?
Die Drehungen laufen in OKLCH, einem wahrnehmungsgleichmäßigen Farbraum – die Partnerfarben behalten deshalb die wahrgenommene Helligkeit und Buntheit der Ausgangsfarbe. Klassische HSL-Farbkreise drehen den rohen Farbton und liefern regelmäßig Partner, die grell leuchten oder matschig werden.
Was ist der Unterschied zwischen komplementär und Split-Komplementär?
Komplementär nutzt den exakt gegenüberliegenden Farbton – stark, aber manchmal hart. Split-Komplementär nimmt die beiden Farbtöne neben der Gegenfarbe (150° und 210° entfernt) und behält so den Kontrast, entschärft aber die Härte.
Mit welcher Harmonie fange ich als Anfänger am besten an?
Monochrom lässt sich kaum falsch machen, analog folgt knapp dahinter. Hebe dir Komplementärpaare für Akzente auf – eine dominante Farbe plus eine kleine Dosis ihrer Gegenfarbe.
Kann ich ein Schema speichern oder exportieren?
Ja – „Schema speichern“ legt jede Farbe der aktiven Harmonie in „Meine Farben“ ab, der Leiste, die sich alle Tools hier teilen, und jedes Farbfeld kopiert seinen HEX-Wert mit einem Klick. Alles läuft zu 100 % in deinem Browser.