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Color Tools

RGB in CMYK umrechnen

Wandle RGB-Werte vom Bildschirm sofort in CMYK-Prozentwerte für den Druck um – inklusive vollständiger Formel und einem ehrlichen Wort dazu, was sich beim profilbasierten Druck ändert. Läuft zu 100 % in deinem Browser.

Akzeptiert rgb(r, g, b), rgb(r g b), Prozentwerte und HEX-Codes.

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Von Licht zu Druckfarbe: Was sich wirklich ändert

RGB und CMYK beantworten gegensätzliche Fragen. Ein Monitor beginnt bei Schwarz und addiert rotes, grünes und blaues Licht; eine bedruckte Seite beginnt bei Weiß und entzieht mit Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz Licht. Cyan ist das Gegenteil von Rot, Magenta das von Grün, Gelb das von Blau – deshalb besteht die Umrechnung im Wesentlichen darin, jeden Kanal umzukehren und einen gemeinsamen Schwarzanteil herauszuziehen.

Die Standardformel, Schritt für Schritt

Normalisiere zuerst jeden RGB-Kanal durch Division durch 255 auf den Bereich 0–1. Dann gilt:

K  = 1 − max(R′, G′, B′)
C  = (1 − R′ − K) ÷ (1 − K)
M  = (1 − G′ − K) ÷ (1 − K)
Y  = (1 − B′ − K) ÷ (1 − K)

Nimm rgb(53, 100, 196). Normalisiert: R′ = 0.208, G′ = 0.392, B′ = 0.769. Der größte Kanal ist B′, also K = 1 − 0.769 = 0.231. Daraus folgt C = (1 − 0.208 − 0.231) ÷ 0.769 = 0.730, M = (1 − 0.392 − 0.231) ÷ 0.769 = 0.490 und Y = (1 − 0.769 − 0.231) ÷ 0.769 = 0. Auf Prozent gerundet: cmyk(73%, 49%, 0%, 23%) – ein Blau, das überwiegend aus Cyan besteht, dazu etwas Magenta, kein Gelb und ein Fünftel Schwarz.

FarbeRGBCMYK (naiv)
Reines Rotrgb(255, 0, 0)0%, 100%, 100%, 0%
Reines Schwarzrgb(0, 0, 0)0%, 0%, 0%, 100%
Weißrgb(255, 255, 255)0%, 0%, 0%, 0%
50 % Graurgb(128, 128, 128)0%, 0%, 0%, 50%
Orangergb(255, 165, 0)0%, 35%, 100%, 0%

Ehrlich gesagt: Echter Druck läuft über ICC-Profile

Die Formel oben ist die übliche geräteunabhängige Näherung, die jeder Online-Konverter benutzt – dieser eingeschlossen. In der echten Druckvorstufe läuft das anders: Dort geht die Umrechnung durch ein ICC-Profil, das eine bestimmte Kombination aus Druckmaschine, Farbe und Papier beschreibt – gestrichenes europäisches Papier (FOGRA), US-Rollenoffset (GRACoL/SWOP), Zeitungspapier und so weiter. Dieselbe RGB-Farbe darf unter verschiedenen Profilen völlig zu Recht zu unterschiedlichen CMYK-Zahlen werden, denn jede Maschine hat ihren eigenen Farbraum und ihre eigene Tonwertzunahme.

Praktische Folgerung: Nutze diese Werte zur Orientierung, für schnelle Spezifikationen und grobe Abstimmung – die endgültige Umrechnung überlässt du aber deiner Druckerei (oder deiner Layout-Software mit dem Profil der Druckerei). Zwei weitere Details aus der Druckvorstufe lohnen sich zu wissen:

  • Gesamtfarbauftrag. Druckmaschinen begrenzen die Summe C+M+Y+K (oft 280–320 %). Eine naive Umrechnung überschreitet bauartbedingt für keine einzelne Farbe 300 %, bewusst gestaltete Tiefschwarz-Mischungen aber schon.
  • Tiefschwarz („Rich Black“) vs. reines 100K-Schwarz. Fließtext wird als schlichtes 0/0/0/100 gedruckt (scharf, keine Passerprobleme); große dunkle Flächen bekommen für mehr Tiefe oft ein Tiefschwarz wie 60/40/40/100. Eine naive RGB→CMYK-Umrechnung von #000000 liefert schlichtes 100K – für Text genau richtig, für Plakate zu dünn.

Warum der Druck matter wirkt als der Bildschirm

Der CMYK-Farbraum ist kleiner als sRGB: Keine Mischung aus Druckfarben gibt ein leuchtendes Bildschirm-Cyan oder ein kräftiges RGB-Grün wieder. Konverter ziehen solche Farben stillschweigend zum nächstgelegenen druckbaren Nachbarn – deshalb wirken Proofs neben einem Monitor blass. Beurteile Druckfarben unter Druckbedingungen – auf Papier, bei Tageslicht – und nicht, indem du einen Proof mit einem hinterleuchteten Display vergleichst.

Alles hier läuft lokal in deinem Browser; die Werte, die du umrechnest, werden nie hochgeladen. Für die Gegenrichtung gibt es den Konverter CMYK zu RGB, und wenn du eine Farbe vor dem Umrechnen feinjustieren willst, zeigt dir der universelle Farbkonverter alle Schreibweisen auf einmal.

Häufige Fragen

Ist die Umrechnung von RGB in CMYK exakt?

Die Formel ist mathematisch exakt, bleibt aber eine geräteunabhängige Näherung. Das tatsächliche Druckergebnis hängt vom ICC-Profil aus Maschine, Farbe und Papier ab – die endgültigen Werte deiner Druckerei können deshalb abweichen.

Warum wirkt meine leuchtende Bildschirmfarbe in CMYK so matt?

Der druckbare CMYK-Farbraum ist kleiner als der RGB-Farbraum eines Bildschirms. Sehr kräftige Cyan-, Grün- und Orangetöne haben keine Entsprechung in Druckfarbe und werden zur nächstgelegenen druckbaren Farbe gezogen.

Wofür steht das K in CMYK?

Für „Key“ – die Schwarzplatte, historisch die Schlüsselplatte, an der die Farbplatten ausgerichtet wurden. Schwarze Farbe statt einer Mischung aus C+M+Y spart Farbe, hält Text scharf und ergibt tiefere Schwarztöne.

Sollte schwarzer Text 100 % K oder Tiefschwarz sein?

Fließtext sollte schlichtes 0/0/0/100 sein, damit er scharf bleibt und keine Passerränder bekommt. Tiefschwarz (z. B. 60/40/40/100) ist für große vollflächige Bereiche gedacht, nicht für kleine Schrift.

Welches CMYK-Profil sollte ich für den Druck in Europa nutzen?

Für gestrichenen Offsetdruck in Europa sind FOGRA-basierte Profile wie PSO Coated v3 üblich. Frag deine Druckerei – ihr Profil zu verwenden ist immer besser als jede generische Umrechnung.

Werden meine Farben beim Umrechnen hochgeladen?

Nein. Die Umrechnung läuft vollständig in deinem Browser, ganz ohne Server.